Du passt Dich ständig an? Vielleicht hat Dein Erdsternchakra seine Finger im Spiel
- Sabrina Kubitschko
- vor 3 Tagen
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 2 Tagen

Das Erdsternchakra (Vasundhara = Tochter der Erde) liegt etwa 20–30 cm unter Deinen Füßen. Und auch wenn es „außerhalb“ Deines Körpers liegt, beeinflusst es etwas sehr Konkretes:
Wie sehr Du Dich hier auf dieser Erde wirklich zu Hause fühlst – oder ob ein Teil von Dir immer noch darauf wartet, endlich wieder gehen zu können.
Es verbindet Dich mit
Mutter Erde (Gaia)
Deiner Ahnenlinie
Deinem Inkarnationsauftrag
und der Brücke zwischen Kosmos und Körper.
In ihm sind Informationen gespeichert, die weit über Dich hinausgehen:
Familiäre Muster, unausgesprochene Dynamiken, verborgene Talente.
Welche Funktion und Bedeutung hat das Erdsternchakra?
Was denkst Du als Erstes, wenn Du an den Namen Erdsternchakra denkst?
Wahrscheinlich an Erdung, richtig?
Und das ist auch nicht falsch. Gleichzeitig greift es zu kurz.
Denn seine eigentliche Funktion geht tiefer:
Es entscheidet darüber, ob Du Dich sicher genug fühlst, um überhaupt vollständig zu inkarnieren.
Oder anders gesagt:
Ob Du wirklich bereit bist, dass Deine Seele sich über Deine Physis verkörpern kann.
Ohne diese Basis wird alles andere schnell instabil. Alles wackelt, wenn das Fundament fehlt.

Der Unterschied zwischen Wurzelchakra und Erdsternchakra
Vielleicht hast Du Dich schon gefragt, wo der Unterschied liegt. Eine berechtigte Frage.
Das Wurzelchakra bildet die Basis in Deinem Körper. Es gibt Dir körperliche Stabilität, Urvertrauen und Sicherheit.
Das Erdsternchakra geht noch eine Ebene tiefer: Es verbindet Deinen Körper mit dem Außen – mit der Erde, Deiner Herkunft und dem größeren Ganzen.
Man könnte sagen:
Das Wurzelchakra sorgt dafür, dass Du stehen kannst.
Das Erdsternchakra entscheidet, ob Du überhaupt stehen willst.
Warum dieses Fundament so entscheidend ist
Stell Dir einen Baum vor:
Ein Baum braucht Wurzeln, um stehen zu können.
Aber noch wichtiger ist, dass er überhaupt Wurzeln schlägt.
Wenn eine Pflanze sich nicht wirklich im Boden verankert, kann daraus kein stabiler, gesunder Baum entstehen. Wie soll sie Stürme überstehen, wenn sie im Inneren keinen Halt hat?
Und genau das passiert oft auch bei uns:
Wir versuchen, stabil zu wirken, während uns innerlich die Verbindung zum Boden fehlt.
Woran erkennt man ein blockiertes Erdsternchakra?
Ist das Erdsternchakra aus der Balance geraten, zeigt sich das oft zuerst subtil.
Gedanken wie „Ich fühle mich nicht geerdet“ oder „Irgendetwas stimmt mit mir nicht“ schleichen sich immer wieder bei Dir ein.
Wenn Du allerdings genauer hinschaust, zeigen sich konkrete Muster:
Rastlosigkeit
innere Unruhe
chronischer Stress
das Gefühl, keinen Halt zu haben
der Wunsch, ständig woanders zu sein
das Gefühl, nicht wirklich hierher zu gehören (eines der zentralsten Merkmale)
Oder Du sitzt irgendwo und hast plötzlich diesen Gedanken: „Was mache ich hier eigentlich?“
Nicht als philosophische Frage, sondern als echtes Gefühl von Fremdheit in Deinem eigenen Leben.
Vielleicht bist Du auch sehr feinfühlig oder spirituell angebunden – und verlierst Dich gleichzeitig schnell in der geistigen Welt oder in Tagträumen.
Das kann sich gut anfühlen. Aber oft ist es auch ein unbewusster Schutzmechanismus.
Dein System vermeidet es, die Wunde des Erdsternchakras zu fühlen, und flüchtet sich deshalb in andere Welten.
Generationsübergreifendes Trauma und das Erdsternchakra
Ein blockiertes Erdsternchakra entsteht selten einfach so.
Oft hat es mit Deiner eigenen Geschichte zu tun –
Und mit der Geschichte vor Dir.

Unverarbeitete, teils traumatische Erfahrungen von Dir selbst als auch von Deinen Ahnen spielen dabei eine große Rolle und können sich, wenn sie nicht geheilt werden, negativ auf Dein Erdsternchakra auswirken.
Insbesondere kollektive Themen, dazu zählen v.a. bei Frauen die Hexenverfolgung, Vergewaltigungen und Zwangssterilisationen, haben ordentlich Spuren hinterlassen.
Frauen wurde über Generationen hinweg ihr eigener Wert abgesprochen und ausgetrieben. Und das zeigt sich heute noch als Überanpassung, Unterwürfigkeit und toxische Scham.
All das beeinflusst, wie sicher Du Dich wirklich fühlst, um Dich für das Leben zu öffnen.
Warum People Pleasing und fehlende Grenzen damit zusammenhängen
Hier wird es besonders spannend.
Vielleicht kennst Du diese Frage:
Warum fällt es mir so schwer, Grenzen zu setzen?
Ein Teil der Antwort liegt im Nervensystem.
Ein anderer im Erdsternchakra.
Wenn dieses Chakra blockiert ist, fehlt Dir ein grundlegendes Gefühl von
„Ich darf hier sein.“ Ein klares inneres JA zu Deiner Existenz und Deiner Daseinsberechtigung.
Und wenn genau das fehlt, wird Zugehörigkeit wichtiger als Authentizität.
Das bedeutet, dass Du Dich anpasst. Du andere mit ihren Bedürfnissen stärker spürst als Dich selbst. Und oft JA sagst, obwohl Du NEIN meinst.
Nicht, weil Du zu schwach bist, sondern weil Dein System versucht, Dich zu schützen.
Denn ohne dieses innere Fundament des Erdsternchakras fühlt sich jede Grenze riskant an. Nicht nur unangenehm, sondern existenziell. Als würdest Du etwas aufs Spiel setzen, das Du unbedingt brauchst: Zugehörigkeit. Sicherheit. Verbindung.
People Pleasing ist deshalb kein Verhalten, das Du einfach abstellen kannst. Es ist ein Teil in Dir, der gelernt hat:
„Wenn ich mich anpasse, bin ich sicher. Wenn ich ich selbst bin, könnte ich alles verlieren.“
Im Umkehrschluss kann deshalb ein ausgeglichenes Erdsternchakra sich positiv auf Dein People Pleasing auswirken und Dir kann das Setzen von Grenzen leichter fallen.
Wie kann man das Erdsternchakra aktivieren?
Jetzt wird’s praktisch.
1. Über den Körper (der unterschätzte Schlüssel)
Alles, was Dich in Deinen Körper bringt, hilft:
Barfuß laufen
bewusste Verbindung zur Erde
langsame, verkörperte Bewegung.
Auch Yoga kann unterstützen:
Berghaltung (Tadasana)
Baumhaltung (Vrikshasana).
Stell Dir dabei vor, wie aus Deinen Füßen tief in die Erde Wurzeln wachsen.
2.Über die Verbindung zu Deinen Ahninnen (die wahre Stärke)
Schreibe die Vor- und Nachnamen Deiner Mutter, Deiner Großmutter, Deiner Urgroßmutter und Ururgroßmutter aus Deiner weiblichen Ahnenlinie auf (so weit, wie Du sie kennst).
Unabhängig davon, ob Du sie magst oder nicht, überlege Dir, welche Talente und positiven Eigenschaften sie hatten. Frage Dich:
Welche dieser Qualitäten leben auch in mir? Welche möchte ich mehr verkörpern?
Kristallisiere fünf Hauptmerkmale heraus und wähle ein Schmuckstück oder einen Stein, der Dich daran erinnert.
Dieser steht ab dann symbolisch für die Kraft Deiner Ahninnen.
Trage ihn oder platziere ihn an einem besonderen Ort und verbinde Dich immer wieder damit.
Du wirst sehen, wie sich weibliche Kraft in Dir entfaltet – und wie sich diese Verbindung auch in Deinem Erdsternchakra spürbar stabilisierend auswirkt.
3. Über Therapie (tiefe Integration)
Gerade wenn bei Dir selbst Trauma eine Rolle spielt, lohnt sich auch therapeutische Begleitung.
Körperorientierte Methoden wie Somatic Experiencing und EMDR
können helfen, gespeicherte Spannungen Schritt für Schritt zu lösen.
4. Über Energiearbeit (unterstützend & ergänzend)
Wenn Du merkst, dass Du z.B. an das Thema mit Deinen Ahnen schlecht rankommst oder Du weißt, dass es in Deiner Familie Geheimnisse gibt, die Dich daran hindern, frei zu leben, dann kann Energiearbeit wunderbar unterstützen.
In meiner Arbeit mit YinChaKi® verbinde ich mich u.a. mit Deinem Erdsternchakra, spüre, was sich dort zeigt, und gebe Reiki und andere Heilfrequenzen darauf.
So kann sich Dein Chakra öffnen und wieder mehr Stabilität entwickeln.
Welches Mantra gehört zum Erdsternchakra?
Es gibt anders als bei den 7 Hauptchakren kein festes Standard-Mantra.
Was jedoch wirkt, sind Sätze wie:
Ich bin hier.
Ich darf leben.
Ich habe einen Platz auf dieser Erde.
Wichtig ist nicht das perfekte Wort, sondern ob Dein System es glauben kann.
Deshalb kann ein Vor-Satz helfen:
„Ich öffne mich für die Möglichkeit, dass ich hier sein darf.“
„Ich öffne mich für die Möglichkeit, leben zu dürfen.“
„Ich öffne mich für die Möglichkeit, dass ich einen Platz auf dieser Erde habe.“
Spür einfach, was sich für Dich stimmig anfühlt. Wiederhole diesen Satz für Dich immer und immer wieder.
Das Erdsternchakra in Balance – was sich verändert
Wenn Dein Erdsternchakra aktiv ist, verändert sich mehr als nur Dein Gefühl.
Du triffst authentischere Entscheidungen. Du bleibst mehr bei Dir. Du fühlst Dich mit anderen verbunden – ohne Dich zu verlieren. Du entwickelst Vertrauen in Dich und heißt das Leben mit offenen Armen willkommen.
Außerdem kann etwas ganz Entscheidendes passieren:
Du inkarnierst richtig. Du nimmst Deinen Platz im Leben ein und gehst Deiner Lebensaufgabe nach.
Solange Du Dich also innerlich zurückhältst, wirst Du auch Dein volles Potenzial nicht leben.
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht:
„Wie werde ich noch spiritueller?
Sondern:


