Du passt Dich ständig an? Vielleicht hat Dein Erdsternchakra seine Finger im Spiel
- Sabrina Kubitschko
- 6. Mai
- 8 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 2 Tagen
2018 stand ich vor der Kippe.
Nicht im übertragenen Sinn. Sondern so richtig.
Nach einer Operation musste ich Antibiotika einnehmen.
Das Problem war nur: Sie halfen nicht.
Denn ich hatte mir den MRSA-Keim eingefangen und mein Körper reagierte resistent auf die Medikamente.
Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als meine Ärztin meine Wunde ansah.
Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich in den Augen eines Arztes sah, dass sie keine Antwort mehr hatte.
Und glaub mir: Dieser Blick geht Dir durch Mark und Bein.
Ich wollte die Wahrheit wissen. Also fragte ich sie direkt.
Und sie antwortete ehrlich:
„Wenn wir kein Antibiotikum finden, das anschlägt, werden Sie an einer Sepsis sterben.“
So ein Satz haut Dich komplett aus den Latschen.
Plötzlich wird alles still.
Die Termine.
Der Stress.
Das Funktionieren.
Die To-do-Listen.
Denn in solchen Momenten wird Dir schlagartig klar, dass Du eben doch nicht unsterblich bist.
Lass uns vorspulen:
Ich habe überlebt.
Und heute, Jahre später, kann ich rückblickend sagen:
Diese Erfahrung war der Startschuss für alles, was danach kam.
Für meine eigene Heilungsreise und mein heutiges Business.
Denn nachdem ich körperlich langsam wieder gesund wurde, ließ mich eine Frage nicht mehr los: Warum war ich überhaupt so krank geworden?
Ich war damals jung.
Ich ernährte mich gesund.
Ich achtete auf meinen Körper.
Und trotzdem war mein System komplett zusammengebrochen.
Die Antwort darauf kannst Du Dir vielleicht denken:
Stress.
Aber die viel spannendere Frage war für mich irgendwann:
Warum hatte ich eigentlich so viel Stress?
Und die Antwort tat weh.
Weil ich keine Grenzen setzen konnte.
Weil ich der klassische People-Pleaser war.
Weil ich es allen recht machen wollte. Vor allem meinen Vorgesetzten.
Damals arbeitete ich Vollzeit in zwei Abteilungen gleichzeitig und hatte insgesamt fünf (!) Chefs. Du kannst Dir vorstellen, wie ich durch meine Tage gerannt bin.
Immer erreichbar und am Machen.
Und ehrlich?
Innerlich war ich längst nicht mehr wirklich da.
Heute weiß ich: Mein Körper hat nicht plötzlich „versagt“.
Er hat irgendwann einfach aufgehört, etwas mitzutragen, das schon viel zu lange zu viel gewesen war.
Und trotzdem blieb nach meiner körperlichen Heilung etwas zurück.
Dieses diffuse Gefühl, nirgendwo wirklich anzukommen.
Als würde ein Teil von mir ständig auf Alarm laufen.
Selbst dann, wenn äußerlich längst wieder alles okay war.
Und genau an diesem Punkt begegnete mir zum ersten Mal das Erdsternchakra.
Damals hätte ich niemals gedacht, dass mich dieses Thema einmal so tief berühren würde.
Denn je mehr ich mich damit beschäftigte, desto klarer wurde mir plötzlich:
Vielleicht fällt manchen Menschen Grenzen setzen nicht einfach nur „schwer“.
Vielleicht fühlt es sich für ihr System existenziell bedrohlich an.
Und genau darüber sprechen wir jetzt.
Warum sich manche Menschen nirgendwo wirklich zuhause fühlen
Du sitzt mit Deinen Arbeitskollegen am Tisch.
Es ist eigentlich ein schöner Anlass. Eine Kollegin hat Geburtstag, alle lachen, stoßen an und unterhalten sich. Und Du machst mit.
Du lächelst. Du nickst. Du wirkst völlig normal.
Aber innerlich willst Du einfach nur weg.
Nicht, weil jemand gemein zu Dir wäre.
Nicht, weil irgendetwas Schlimmes passiert.
Sondern weil sich etwas in Dir komplett fehl am Platz fühlt.
Und vielleicht kennst Du genau dieses Gefühl.
Du bist irgendwo — und gleichzeitig innerlich schon halb auf der Flucht.
Als würde ein Teil von Dir permanent Ausschau nach dem Ausgang halten.
Du merkst es vielleicht in Beziehungen.
Sobald es enger wird, bekommst Du innerlich Druck.
Du merkst es im Job.
Wie oft hast Du schon darüber nachgedacht, einfach alles hinzuschmeißen?
Oder generell überall dort, wo Nähe, Verbindung oder echte Präsenz entstehen.
Und vielleicht kennst Du auch diesen Gedanken:
„Irgendwie gehöre ich hier nicht hin.“
Nicht nur an bestimmten Orten.
Sondern grundsätzlich.
Als würdest Du nirgends wirklich vollständig ankommen.
Viele erklären sich das ausschließlich über Bindungsmuster, Trauma oder das Nervensystem.
Und ja — all das kann eine wichtige Rolle spielen.
Aber was, wenn auf spiritueller Ebene noch etwas ganz anderes dahinterliegt?
Etwas, das viel tiefer wirkt, als den meisten überhaupt bewusst ist?
Genau hier kommen wir zum Erdsternchakra.
Was das Erdsternchakra überhaupt ist
Als ich damals zum ersten Mal vom Erdsternchakra hörte, konnte ich ehrlich gesagt nicht viel damit anfangen.
Die sieben klassischen Chakren waren mir bekannt— aber das Erdsternchakra?
Davon sprach irgendwie kaum jemand.
Energetisch liegt das Erdsternchakra einige Zentimeter unter Deinen Füßen und wird als Verbindung zwischen Deinem Körper und der Erde beschrieben.
Während das Wurzelchakra eher für Stabilität, Urvertrauen und körperliche Sicherheit steht, geht das Erdsternchakra noch tiefer.
Es berührt die Frage:
Fühlst Du Dich wirklich sicher genug, um hier auf dieser Erde zu sein?
Also nicht nur körperlich zu existieren — sondern tatsächlich Raum einzunehmen.
Sichtbar zu sein.
Bedürfnisse zu haben.
Und Dich im Leben verankert zu fühlen.
Die meisten Menschen mit einem blockierten Erdsternchakra beschreiben genau das Gegenteil:
Sie fühlen sich innerlich rastlos.
Permanent auf Alarm.
Nirgendwo richtig zuhause.
Als würde ein Teil von ihnen nie vollständig im Leben landen.
Und genau deshalb kann dieses Chakra auch so eng mit People Pleasing verbunden sein.
Denn wenn Dein System unbewusst glaubt, nur durch Anpassung sicher zu sein, fühlt sich Grenzen setzen oft nicht einfach unangenehm an — sondern gefährlich.

Was das Erdsternchakra eigentlich mit People Pleasing zu tun hat
Je tiefer ich mich damals mit dem Erdsternchakra beschäftigte, desto mehr verstand ich plötzlich etwas Entscheidendes: People Pleasing hat oft viel weniger mit „zu nett sein“ zu tun, als viele glauben. Und auch nicht einfach nur mit mangelndem Selbstbewusstsein.
Sondern häufig mit einer viel tieferen inneren Unsicherheit:
dem Gefühl, sich seinen Platz im Leben erst verdienen zu müssen.
Genau hier berührt das Erdsternchakra eine unglaublich sensible Ebene.
Denn vereinfacht gesagt geht es beim Erdsternchakra um etwas sehr Grundlegendes:
Deine innere Daseins- & Existenzberechtigung. Dein inneres „Ich darf hier sein.“
Ich darf existieren.
Ich darf Raum einnehmen.
Ich darf Bedürfnisse haben.
Ich darf Grenzen setzen.
Ich darf leben, ohne mich überanpassen zu müssen.
Und vermutlich würde fast jeder Mensch rational sofort sagen:
„Natürlich darf ich existieren.“
Aber genau darum geht es nicht.
Denn diese Ebene liegt oft nicht im bewussten Denken — sie liegt viel tiefer im Nervensystem, im Körper und in unseren unbewussten Prägungen.
Gerade Menschen mit starken People-Pleasing-Tendenzen tragen häufig unbewusst das Gefühl in sich:
„Ich bin nur sicher, wenn ich funktioniere.“
„Ich bin nur wertvoll, wenn andere zufrieden mit mir sind.“
„Ich darf erst dann wirklich da sein, wenn ich niemandem zur Last falle.“
Und ehrlich?
Genau so habe ich damals gelebt.
Viel Geld verdienen?Ja – aber nur, wenn ich dafür permanent über meine Grenzen ging.
Erschöpft sein? Egal.
Überfordert sein? Runterschlucken.
Zu sagen, dass mir alles zu viel wird? Das fühlte sich damals fast unmöglich an.
Heute weiß ich: Es ging dabei nie nur um fehlende Kommunikation.
Es ging um eine viel tiefere Angst.
Die Angst, Zugehörigkeit zu verlieren. Abgelehnt zu werden. Oder keinen Platz mehr zu haben.
Und genau deshalb fühlen sich Grenzen für viele Menschen nicht einfach unangenehm an —sondern existenziell bedrohlich.
Wie ein blockiertes Erdsternchakra entsteht
Die wenigsten Menschen wachen morgens auf und entscheiden sich bewusst dazu, People Pleasing zu betreiben.
Oder ihre eigenen Bedürfnisse dauernd hinten anzustellen.
So entstehen solche Muster nicht.
Im Gegenteil.
Fast jeder Mensch kennt eigentlich Momente aus seiner Kindheit, in denen er vollkommen natürlich war.
Momente, in denen Du einfach Du selbst warst.
Ohne Masken.
Ohne Anpassung.
Ohne Angst, jemandem nicht zu gefallen.
Vielleicht nur für kurze Augenblicke.
Aber sie waren da.
Und dann passiert im Laufe des Lebens oft etwas anderes.
Vielleicht war da plötzlich der genervte Blick Deiner Mutter, wenn Du zu laut warst.
Vielleicht die Stimmung zuhause, bei der Du früh gelernt hast, lieber vorsichtig zu sein.
Vielleicht Situationen, in denen Du ausgelacht, beschämt oder emotional alleine gelassen wurdest.
Nicht immer sind es die „großen“ Traumata, an die Menschen sofort denken.
Oft sind es viele kleine Erfahrungen, die Deinem System irgendwann beigebracht haben:
„So wie ich wirklich bin, bin ich nicht sicher.“
Und genau hier beginnt häufig die eigentliche Trennung.
Die Trennung von den eigenen Bedürfnissen.
Von Authentizität.
Vom eigenen Körper.
Und irgendwann sogar vom Gefühl, es verdient zu haben wirklich hier sein zu dürfen.
Im Kern sprechen wir hier oft über Trauma.
Also Erfahrungen, die für unser Nervensystem zu viel waren — besonders dann, wenn wir sie nicht verarbeiten oder begleiten konnten.
Und das Spannende ist:
Viele dieser Muster beginnen nicht erst bei uns selbst.
Denn auch unsere Eltern, Großeltern und Generationen davor haben ihre eigenen unverarbeiteten Erfahrungen getragen.
Angst. Scham. Anpassung. Unterdrückung. Überlebensstrategien.
Gerade Frauen tragen häufig noch heute kollektive Prägungen in sich, die weit zurückreichen.
Die Angst, sichtbar zu sein. Die Angst, „zu viel“ zu sein. Die Angst vor Ablehnung oder Bestrafung.
Wie man sein Erdsternchakra aktiviert
Die gute Nachricht ist:
Ein blockiertes Erdsternchakra bedeutet nicht, dass mit Dir etwas „falsch“ ist.
Und Du musst Dich auch nicht plötzlich komplett verändern, um Dich sicherer, verbundener oder mehr bei Dir selbst zu fühlen.
Denn oft beginnt Heilung viel kleiner, als wir denken.
Nicht durch noch mehr Selbstoptimierung.
Nicht durch „höher schwingen“.
Sondern dadurch, dass Dein System langsam wieder lernt:
„Ich darf existieren.“
Und genau dabei kannst Du Dein Erdsternchakra ganz bewusst unterstützen.
1. Über den Körper — der meist unterschätzte Schlüssel
Alles, was Dich wirklich zurück in Deinen Körper bringt, kann stabilisierend auf Dein Erdsternchakra wirken.
Denn viele Menschen mit starken People-Pleasing-Tendenzen leben vor allem im Kopf.
Sie analysieren. Funktionieren. Spüren andere.
Aber verlieren dabei oft die Verbindung zu sich selbst.
Deshalb hilft alles, was Dich wieder verkörpert:
barfuß laufen
bewusste Verbindung zur Erde
langsame, achtsame Bewegung
tiefe Atmung
bewusstes Spüren Deiner Füße.
Auch Yoga kann wunderbar unterstützen.
Vor allem Haltungen wie:
Berghaltung (Tadasana)
Baumhaltung (Vrikshasana).
Stell Dir während der Haltungen dabei vor, wie aus Deinen Füßen Wurzeln tief in die Erde wachsen. Ganz tief hinein ins Leben.
2. Über die Verbindung zu Deinen Ahninnen
Gerade in der Arbeit mit dem Erdsternchakra spielt auch unsere Ahnenlinie oft eine größere Rolle, als vielen bewusst ist.
Eine kraftvolle Übung kann deshalb sein, Dich bewusst mit den Frauen vor Dir zu verbinden.
Schreibe die Namen Deiner Mutter, Großmutter, Urgroßmutter und Ururgroßmutter auf — soweit Du sie kennst.
Und dann frage Dich einmal bewusst:
Welche Stärken hatten diese Frauen?
Welche Fähigkeiten?
Welche Kraft?
Welche Qualitäten?
Und was davon lebt vielleicht auch in Dir?
Kristallisiere die 5 stärksten Eigenschaften heraus.
Wähle anschließend ein Schmuckstück oder einen Stein als Symbol für diese Verbindung.
Nimm diesen Stein oder dieses Schmuckstück nun in die Hand und denk an die 5 Eigenschaften. So entsteht mit der Zeit oft ein neues Gefühl von Verbindung, Halt und innerer Stärke.
3. Über Therapie und Nervensystemarbeit
Manche Themen sitzen so tief, dass reines Verstehen nicht ausreicht.
Gerade körperorientierte Methoden wie Somatic Experiencing oder EMDR können dabei helfen, gespeicherte Traumaenergie Schritt für Schritt zu lösen.
Denn Heilung passiert nicht nur über Erkenntnis.
Sie passiert vor allem dann, wenn Dein Nervensystem neue Erfahrungen von Sicherheit macht.
4. Über Energiearbeit
Und manchmal spüren Menschen ganz intuitiv:
„Da liegt noch etwas Tieferes.“
Etwas, das sich nicht komplett über Worte greifen lässt.
Gerade dann kann Energiearbeit eine wertvolle Ergänzung sein.
In meiner Arbeit mit YinChaKi® verbinde ich mich unter anderem mit dem Erdsternchakra und spüre, welche Themen sich dort zeigen.
Durch Reiki und andere Heilfrequenzen, die dann auf das Erdsternchakra gegeben werden, kann sich das System oft wieder öffnen, stabilisieren und mehr innere Sicherheit entwickeln.
Aber nicht im Sinne eines Quickfixes. Es ist als unterstützender Raum für eine tiefere Verbindung mit Dir selbst gedacht.
Das Erdsternchakra in Balance – was sich verändert
Wenn sich Dein Erdsternchakra langsam stabilisiert, verändert sich oft viel mehr als nur ein inneres Gefühl.
Du beginnst, anders durchs Leben zu gehen.
Nicht unbedingt lauter.
Nicht plötzlich perfekt.
Nicht komplett angstfrei.
Aber präsenter.
Du bleibst mehr bei Dir, auch wenn andere Erwartungen an Dich haben.
Du spürst Deine Bedürfnisse klarer.
Grenzen fühlen sich weniger bedrohlich an.
Und Du musst Dich weniger verbiegen, um Verbindung zu halten.
Vielleicht passiert sogar etwas, das Du lange nicht mehr gespürt hast:
Du entspannst Dich langsam ins Leben hinein.
Nicht weil plötzlich alles leicht wird.
Sondern weil Dein System nicht mehr dauerhaft gegen sich selbst arbeiten muss.
Und genau darin liegt oft die eigentliche Veränderung.
Du hörst auf, innerlich ständig auf der Flucht zu sein.
Du kommst mehr in Deinem Körper an.
Mehr im Hier und Jetzt.
Mehr bei Dir.
Und vielleicht bedeutet vollständige Inkarnation am Ende genau das:
Nicht länger nur irgendwie durchs Leben zu funktionieren. Sondern wirklich da zu sein.


